St. Sebastian

Patrozinium: 20. Januar

In früheren Jahrhunderten als die Pest in europäischen Ländern wütete, gehörte der hl. Sebastian zu den am meisten angerufenen Heiligen.

Aus Legenden kann man entnehmen, dass Sebastian in Narbonne/Südfrankreich geboren und in Mailand bei seiner Mutter erzogen wurde. Seine Begeisterung für den militärischen Dienst zog ihn nach Rom, er war Soldat mit Leib und Seele. Die Überlieferung macht ihn zum Offizier der kaiserlichen Leibwache. Während der Christenverfolgung wurde ihm wegen seines christlichen Glaubens der Prozess gemacht. Die Vollstreckung des Todesurteils erfolgte durch seine Soldatenkameraden, die mit Pfeilen auf ihn schossen. Besinnungslos und blutüberströmt wird er, aber noch lebend, von seinen Glaubensbrüdern und -Schwestern geborgen und in die nächstgelegene Wohnung gebracht. In monatelanger Pflege erholt er sich von dem starken Blutverlust. Sebastian nimmt abermals seine Kräfte zusammen und geht abermals zum Kaiser, um ihm Vorhaltungen wegen seines Vorgehen gegen die Christen zu machen. Der Kaiser lässt den Todgeglaubten überführen und in einer kleinen Arena des Palatin mit Knüppeln niederschlagen. Seine Leiche wurde in die stinkende cloaca masima Roms geworfen. An der Stelle, wo ihn die Christin Lucina gefunden hatte, ließ bereits 367 Papst Damasus I. eine dreischiffige Basilika errichten.

Heute noch ist die Sankt- Sebastinus- Basilika Tor der Heiligen Stadt die von Tausenden Pilgern besucht wird.
Da der hl. Sebastian durch die Pfeile numidischer Bogenschützen fast zu Tode gemartert wurde, ist er Patron der Soldaten geworden. Feuerwehrleute, Zinngießer, Steinmetze und selbst die Gärtner haben ihn zu ihrem Schutzheiligen erkoren.